Christian Thiele bringt als Coach, Trainer und Speaker mehr Positive Leadership ins Arbeitsleben. Mit Haltung und Methoden der Positiven Psychologie unterstützt er Führungskräfte, Teams und Organisationen dabei, mehr Erfolg, Kreativität, Sinnhaftigkeit und Freude in der Arbeit zu erleben. Wer versteht, wofür er arbeitet, und Wertschätzung erfährt, arbeitet nicht nur mit mehr Freude, sondern auch produktiver, so Thiele. Positives Führen ist ein systematischer, alltagstauglicher Ansatz, der das Arbeitsleben leichter macht – und Burn-out-Quoten, Krankenstände und Kündigungsraten senkt. Christian Thiele hat ein deutsch-französisches Diplom in Politik- und Sozialwissenschaften und ein Masterstudium in Positiver Psychologie und Coaching absolviert. Als Journalist sammelte er eigene Führungserfahrung in Verlagen und Redaktionen – und erlebte, wie wichtig Anerkennung, Lob und Stärkenfokus sind. Dozent im ersten deutschen Masterstudiengang für Positive Psychologie an der Deutschen Hochschule für Sport und Gesundheit sowie Trainer an der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie. XingTopMind seit 2020, LinkedinTopVoice seit 2023. In Webinaren, Vorträgen, Coachings und Workshops geht es um Führung, Konflikt- und Ressourcenmanagement. Sein Podcast „Positiv Führen" erscheint monatlich; dazu ist er Autor zahlreicher Bücher über stärkenorientiertes Führen. Leidenschaftlicher, aber untalentierter Kletterer und (meist) zuversichtlicher Patchwork-Vater.
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Spontan kommt schon während des Interviews (bin gespannt, was da NOCH kommt, es ist wirklich sehr, sehr gut!) das Bedürfnis auf, die Methode meines Vaters anzusprechen:
Er erkannte schon sehr früh mit liebenden Augen meine Schwächen und riet daher zu einem Studium, welches dazu führen würde, meine Stärken, die seit jeher klar ersichtlich sind und mein Innenleben stets vollkommen erfüllen, auch auf solider Grundlage in der Welt in Sicherheit zu leben.
Es ging im Studium dann tatsächlich nur um meine Schwächen.
Dies war entmutigend und zermürbend, doch bei Zielerreichung
kann ich heute, aus der weisen Retrospektive heraus, sagen:
Es diente der Ganzheitlichkeit, die ich meine und mit der ich glücklich bin, also, um das Eingebundensein meines Innenlebens in die umgebende Welt.
Für mich ist Zuversicht bisher ein Seinszustand gewesen (will power gefällt mir hier sehr gut). “Way power” halte ich in der Milchkannensituation für entscheidender (entstammt für mich aber nicht dem Willen, sondern dem Überlebenstrieb). Hier aber kann man nicht immer auf “Rucksäcke” zurückgreifen, die Erfahrungsreichtum enthalten. So muss für mich die Quelle der Way Power tatsächlich noch woanders herkommen, also nicht aus mir selbst. Hierüber denke ich jetzt mal intensiv nach. Vielen Dank für die Inspiration!
Mitten in eurem Gespräch kamen mir diese Zeilen in den Sinn, die ich vor Jahren für jemanden formulierte. Mögen sie erhellen, was noch im Dunkeln ruht…
Selbstverwirklichung
Schau dir heute einmal zu
wie du Selbst in aller Ruh‘
deinen Lebensfilm gestaltest,
in dem DU so weise waltest.
Du bist selbst der Regisseur,
obendrein noch der Akteur,
Kabelhalter, Cutterin,
Produzentin – macht das Sinn?
In Aktion macht jeder SEINS –
im Bewusstsein sind sie EINS
wirken sie verbunden
hast du DICH gefunden!
Marion D.
Vielen herzlichen Dank für das Interview.
Ein belebendes und tiefgründiges Gespräch zwischen Anne Heintze und Christian Thiele. Für mich ein gelebtes Plädoyer für psychologische Flexibilität – und dafür, dass Positive Psychologie die volle Bandbreite des Lebens annehmen kann, statt auf toxische Positivität zu setzen.
In meiner Arbeit als Coach für Hochsensibilität erlebe ich Christian Thieles Ansatz als wertvollen Impuls für das Konfliktmanagement: Bewusst das Positive im Gegenüber zu suchen, löst nicht jeden tieferliegenden Strukturkonflikt, kann aber helfen, aus einem rein defensiven Gegner-Modus herauszukommen und mehr Raum für ein wertschätzendes Miteinander zu schaffen.
Gerade in leistungsorientierten beruflichen Kontexten kann es für sensible Menschen hilfreich sein, eigene Bedürfnisse (z.B. nach konzentrierten Arbeitsphasen und kreativen Pausen) so in Business- und Ergebnissprache zu übersetzen, dass sie für das Gegenüber nachvollziehbar werden. Auf diese Weise lassen sich Selbstwirksamkeit und Resilienz fördern und Arbeitsbedingungen bewusster mitgestalten.
Besonders gelungen fand ich die direkt anwendbaren Impulse wie die Ta-Da-Liste und die kreative Helden-Suche. Ein großes Kompliment an Christian Thiele für diesen fundierten Beitrag – und danke, Anne Heintze, für die guten Fragen und den Raum für diesen Austausch.
Hallo, liebe Claudia,
vielen Dank für deine ausführliche und kluge Rückmeldung zum Gespräch zwischen Christian Thiele und mir. Deine Perspektive als Coach für Hochsensibilität bringt noch einmal eine ganz eigene, wertvolle Ebene in dieses Thema.
Der Gedanke, dass positive Psychologie die volle Bandbreite des Lebens annehmen kann, statt in eine toxische Positivität zu rutschen, ist mir selbst sehr wichtig, und ich freue mich, dass genau das für dich so deutlich spürbar wurde. Auch deine Übertragung auf das Konfliktmanagement finde ich wunderbar, bewusst das Positive im Gegenüber zu suchen, kann tatsächlich helfen, aus einem defensiven Modus herauszukommen und mehr Raum für ein wertschätzendes Miteinander zu schaffen, auch wenn strukturelle Konflikte eine eigene, weiterführende Bearbeitung brauchen.
Deine Beobachtung zur Übersetzung eigener Bedürfnisse in eine für das Business nachvollziehbare Sprache trifft einen Punkt, der für viele sensible Menschen im Berufsleben entscheidend ist. Genau darin liegt oft der Schlüssel zu mehr Selbstwirksamkeit und Resilienz.
Es freut mich sehr, dass dir die Ta-Da-Liste und die Helden-Suche als direkt anwendbare Impulse im Gedächtnis geblieben sind. Ich gebe dein Kompliment sehr gerne an Christian Thiele weiter.
Sonnige Grüße von Anne