Meine eigene Geschichte prägt meine Arbeit bis heute. Ich wurde als Kind nicht als hochbegabt wahrgenommen, sondern vor allem als Pflegekind mit einer schwierigen Geschichte. Dass ich schnell denke, viel wahrnehme und intensiv empfinde, blieb lange im Hintergrund. Rückblickend war ich wohl ein Underachiever, da andere Dinge im Leben mehr Raum einnahmen. Erst durch meine eigenen Kinder begann ich, vieles bei mir selbst neu zu verstehen. Ihre Hochbegabung war deutlich, gleichzeitig erlebte ich Ängstlichkeit, Schüchternheit, intensives Fragen und eine hohe Sensibilität. Früh standen auch ADHS und Autismus im Raum. Dadurch begann ich mich intensiv damit auseinanderzusetzen, wie unterschiedlich Begabung und Neurodivergenz sichtbar werden können und wie wichtig es ist, nicht nur auf einzelne Symptome oder Diagnosen zu schauen. Dieser Blick hat meinen beruflichen Weg geprägt. Ich bin Psychologin mit einem Master in Klinischer Psychologie und Psychotherapie und habe mich unter anderem in den Bereichen Begabung, Autismus, ADHS, Trauma, Diagnostik und Psychotherapie spezialisiert und weitergebildet. Aus meinen persönlichen und beruflichen Erfahrungen entstand Talentum. Ein Ort für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien, bei denen einfache Erklärungen oft nicht ausreichen. Mir geht es darum, genau hinzusehen, Zusammenhänge zu verstehen und auch das wahrzunehmen, was lange verborgen geblieben ist.
Anne Heintze ![]() | Prof. Dr. Gerald Hüther ![]() | Dr. Theresia Stöckl-Drax ![]() | Chris Fader ![]() | Susanne Burzel ![]() | Dr. Michael Nehls ![]() | Stefanie Fischer ![]() | Sabine Omarow ![]() | Julie Simstich ![]() | PD Dr. med. Mandy Roy ![]() | Jens Voigt ![]() | Katja Hageneier ![]() | Lisa Schuster ![]() | Kerstin Wolff ![]() | Iv Jaeger ![]() | Alison Bailey ![]() | Dr. Christian Schellenberg ![]() |
Anja Plattner ![]() | Dr. Noni Höfner & Dr. Charlotte Cordes ![]() | Bernadette Bruckner ![]() | Ina Rudolph ![]() | Isabel Paasch-Elfers ![]() | Kristin Kluck ![]() | Dr. Nelly Simonov ![]() | Dr. Tanja Bernsau ![]() | Daniela Herbst-Frühholz ![]() | Anna Marton ![]() | Daniel Schmalhaus ![]() | Prof. Dr. Christian J. Zielke ![]() | Nadja Lenssen & Dr. Daniel Schwarzenberger ![]() | Patrick Eurich ![]() | Ömer Atiker ![]() | Christian Thiele ![]() | Dirk Rosomm ![]() |
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Hochsensibilität als Trauma plus posttraumatisches Wachstum zu bezeichnen, dazu kann ich nur sagen: BRAVO. Es freut mich sehr, dass Isabel in meiner Heimat praktiziert. Für ihre Veranstaltungen werde ich mich interessieren. Vielen Dank dafür, dass Du sie eingeladen hast, liebe Anne!
Hallo, liebe Christine,
vielen Dank für deine begeisterte Rückmeldung zum Gespräch mit Isabell. Bravo trifft es gut, ihre These, Hochsensibilität könne auch Trauma plus posttraumatisches Wachstum sein, öffnet tatsächlich einen ganz neuen Blick auf ein Thema, das oft nur einseitig betrachtet wird.
Es freut mich sehr, dass Isabell mit Talentum und ihrer neuen Firma Begleitpunkt auch in deiner Nähe praktiziert, und dass du dich für ihre Veranstaltungen interessierst. Ihr eigener Weg vom Pflegekind mit früher Traumatisierung zur heutigen Expertin für Entwicklungspsychologie und Hochbegabung macht ihre fachliche Arbeit noch einmal besonders glaubwürdig.
Ich danke dir und leite dein Lob sehr gerne an Isabell weiter.
Sonnige Grüße von Anne
Danke, Isabel spricht mir in vielerlei Hinsicht aus der Seele! Sie hätte ich gerne als Therapeutin gehabt… vielen Dank für dieses Gespräch und die reflektierte Sichtweise zu verschiedenen Themen!
Hallo, liebe Maira,
Es freut mich sehr, dass sie dir so aus der Seele spricht. Ihre reflektierte Sichtweise kommt sicher auch daher, dass sie ihre fachliche Arbeit mit eigener, sehr früher Erfahrung verbindet, vom Pflegekind mit früher Traumatisierung zur heutigen Expertin für Entwicklungspsychologie und Hochbegabung. Genau diese Kombination macht ihre Perspektive auf so viele Themen gleichzeitig warm und fundiert.
Ich gebe dein Kompliment sehr gerne an Isabell weiter.
Sonnige Grüße von Anne
Vielen herzlichsten Dank für Euer Interview.
Diese Zusammenhangsdynamiken, in ihren Dimensionen zu verstehen schafft Klarheit zum differenzierten Verständnis.
Dennoch gehe ich ebenso von einer genetischen Disposition, im Wechselwirkungsprosessen zur Umwelt und der intrinsischen Persönlichkeitsentwicklungen aus.
Spannend : D
Danke für das ehrliche Interview. Ich nickte innerlich an vielen Stellen. Beim Zuhören wurde mir noch mal deutlich, dass mein Weg immer wieder kreativ schreibend mit vielen Themen um zu gehen.
“Wunscheltern Sie brachten mir bei, dass man etwas ansprechen kann, ohne zu beleideigen oder beleidigt zu reagieren. Sie haben mich getröstet und erkannt, dass ich hochsensibel bin. Sie haben mir Fragen gestellt und hatten Interesse an mir. Sie haben gern etwas mit mir unternommen. Mein Anders sein unterstützten sie. Meine Talente erkannten sie. Sie brachten mir den Umgang mit Gefühlen bei. Sie sahen mich. Hatten viel Geduld mit mir. Sie inspirierten mich. Sie ließen mir Raum zum Entfallen und mich Ausprobieren. von meiner Begeisterung ließen sie sich anstecken. Sie begegneten mir auf Augenhöhe. Sie ermutigten und förderten mich. Gegenüber anderen verteidigten sie mich. Sagten ja zu meinen Ideen. Mir wurde wohlwollend zugehört. Ich wurde umsorgt und unterstützt. Sie vermieden destruktive laute aggressive Auseinandersetzungen. Sie zeigten ihre Zuneigung. Zeigten mir, wie man wieder aufeinandertreffen zugeht und sich entschuldigt.
Wenn es so gewesen wäre, gäbe es bestimmt nicht so viel unglückliche Erwachsene.” (April 2026)
Es gibt so viel zu tun. Es ist tröstlich zu hören, dass so viele an verschiedenen Orten etwas tun. Und es bestärkt mich, weiter anders zu sein, als mein Umfeld.
Danke Antje
Hallo, liebe Antje,
vielen Dank für diese Rückmeldung zum Gespräch mit Isabell. Dass du innerlich an vielen Stellen genickt hast, zeigt, wie nah dieses Interview an deinem eigenen Weg dran war.
Dein eigener Text vom April, der Wunscheltern Katalog, berührt mich sehr. Genau das beschreibt Isabell in ihrem Interview aus einer anderen Richtung, wie wichtig es für ein Kind ist, gesehen, gehört und in seiner Andersartigkeit ernst genommen zu werden, statt korrigiert zu werden. Was für dich damals fehlte, benennst du hier mit einer Klarheit, die selbst zu einem wertvollen Stück Aufklärung wird.
Dass du deinen Weg immer wieder kreativ schreibend gehst, um mit diesen Themen umzugehen, ist eine wunderbare eigene Form von Begleitung, ganz in dem Sinne, wie Isabell auch über Menschen spricht, die aus eigener früher Erfahrung heraus besonders viel für andere bewirken können.
Danke, dass du weiter anders bist, als dein Umfeld es vielleicht erwartet. Genau solche Stimmen braucht dieses Thema.
Sonnige Grüße von Anne